20 Jun 2026

DSWV nutzt WM-Vergleich, um auf ungleiche Regeln im Sportwettenmarkt hinzuweisen

Illustration zur DSWV Stellungnahme mit Fokus auf Deutschland gegen Curaçao und Sportwettenregulierung in Deutschland

Der Deutsche Sportwettenverband hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er das bevorstehende Länderspiel Deutschland gegen Curaçao bei der Weltmeisterschaft 2026 als direkte Analogie einsetzt, um auf die unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen im Online-Sportwettenbereich aufmerksam zu machen, und dabei hebt er hervor, dass viele Anbieter ohne deutsche Lizenz während großer Turniere gezielt deutsche Spieler ansprechen.

Die Stellungnahme beschreibt, wie Wettangebote unter curacao Lizenzen operieren und dabei weder die deutschen Vorgaben zu Spielerschutz noch zu Einzahlungs- und Einsatzlimits, Werberichtlinien sowie Identitätsprüfungen einhalten, während zugelassene Betreiber diese Auflagen erfüllen müssen.

Die Analogie zum Fußballspiel

Experten des Verbands vergleichen die Situation mit einem Fußballmatch, bei dem eine Mannschaft nach internationalen Regeln antritt, während die andere Seite eigene, weniger strenge Vorgaben nutzt, und dieses Bild soll verdeutlichen, warum gleiche Bedingungen auf dem Spielfeld nicht automatisch auf dem Wettmarkt gelten.

Beobachter merken an, dass solche Angebote besonders während der WM 2026 an Bedeutung gewinnen könnten, da große Sportereignisse in der Regel verstärkt Werbung und Sonderaktionen auslösen, die dann über unregulierte Kanäle laufen und damit die Kanalisierung in den legalen Markt erschweren.

Auswirkungen auf den deutschen Markt

Die Erklärung warnt davor, dass ohne zusätzliche Maßnahmen der Schwarzmarkt weiter expandiert, weil Spieler leichter Zugang zu Angeboten erhalten, die keine deutschen Standards für verantwortungsvolles Spielen umsetzen, und dadurch die Ziele des Glücksspielstaatsvertrags 2021 unterlaufen werden.

Statistiken und Marktbeobachtungen zeigen, dass während vergangener Großereignisse ein erheblicher Anteil der Wettaktivitäten über nicht autorisierte Plattformen abgewickelt wurde, was die Wirksamkeit bestehender Schutzmechanismen in Frage stellt.

Darstellung des deutschen Sportwettenmarkts mit Fokus auf Regulierung und Kanalisierung vor der GlüStV-Evaluierung

Der Verband fordert verstärkte Anstrengungen, um Spieler in den regulierten Bereich zu lenken, und verweist dabei auf die bevorstehende Evaluierung des GlüStV 2021, bei der Schwachstellen im Umgang mit illegalen Angeboten untersucht werden sollen.

Forderungen und nächste Schritte

In der Stellungnahme werden konkrete Schritte genannt, darunter eine engere Überwachung grenzüberschreitender Werbung sowie eine bessere Kooperation zwischen Behörden und Zahlungsdienstleistern, um Transaktionen zu nicht lizenzierten Anbietern einzuschränken, und diese Maßnahmen sollen bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026 greifen.

Vertreter des Verbands betonen, dass gleiche Regeln nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Wettgeschäft gelten müssen, damit der Schutz der Spieler und die Integrität des Marktes langfristig gesichert bleiben, während die Evaluierung im Jahr 2026 weitere Erkenntnisse liefern soll.

Die vollständige Erklärung findet sich auf der Website des DSWV, wo weitere Hintergründe zur aktuellen Marktsituation erläutert werden.

Schlussfolgerung

Die Veröffentlichung des Deutschen Sportwettenverbands zeigt, wie ein sportliches Ereignis genutzt wird, um regulatorische Ungleichheiten zu thematisieren, und sie liefert zugleich konkrete Hinweise darauf, welche Herausforderungen vor der Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags angegangen werden müssen, um den legalen Markt zu stärken.